Widerrufsrecht

Verbraucher:innen steht grundsätzlich ein gesetzliches Widerrufsrecht von 14 Tagen zu.

Erlöschen des Widerrufsrechts bei digitalen Inhalten

Bei Verträgen über die Lieferung von digitalen Inhalten, die nicht auf einem körperlichen Datenträger geliefert werden (z. B. Online-Kurse, Videotrainings, E-Books, Mitgliederbereiche), erlischt das Widerrufsrecht gemäß § 356 Abs. 5 BGB vorzeitig, wenn:

  • Sie ausdrücklich zugestimmt haben, dass mit der Ausführung des Vertrags vor Ablauf der Widerrufsfrist begonnen wird, und
  • Sie Ihre Kenntnis davon bestätigt haben, dass Sie durch Ihre Zustimmung mit Beginn der Ausführung Ihr Widerrufsrecht verlieren.

Die Zustimmung erfolgt im Rahmen des Bestellprozesses durch aktive Bestätigung (z. B. Checkbox).

Beginn der Vertragsausführung

Die Ausführung des Vertrags beginnt mit:

  • Freischaltung des Mitgliederbereichs,
  • Bereitstellung von Zugangsdaten,
  • Freigabe von digitalen Inhalten,
  • Zugang zu begleitenden Gruppen (z. B. Telegram),
  • oder sonstiger Bereitstellung der gebuchten Leistung.

Mit diesem Zeitpunkt erlischt – bei ordnungsgemäßer Zustimmung – das Widerrufsrecht.

Hinweis zu noch nicht vollständig veröffentlichten Inhalten

Das Widerrufsrecht erlischt auch dann, wenn innerhalb eines Programms Inhalte sukzessive freigeschaltet werden und noch nicht alle Inhalte vollständig veröffentlicht sind, sofern bereits ein Zugang zu digitalen Inhalten gewährt wurde.